Montag, 8. April 2013

Warum Diäten nicht funktionieren oder: Die "Fuck it!" Diät

 I deserve to eat what I like. I never eat leftovers. I never take anything home. I never eat anything that doesn’t taste heavenly. I never eat when I am not hungry. I never let myself get too hungry. I never deny myself a fucking thing because I have denied myself enough for 1000 lifetimes and there is no more denial for me in the way that I live. I deserve all the mozzarella sticks, all the fucking chocolate, all the fucking pizza, all the chicken a’la king, and I deserve to leave what I don’t finish on the plate.

Margaret Cho hat es verstanden: Diäten funktionieren nicht. Sie machen einen traurig, depressiv, hungrig und - dicker.
Nach all ihren Versuchen, abzunehmen, hat sie schließlich gesagt: Fuck it! Und einfach gegegessen. Was sie wollte. Wieviel sie wollte. Und: Überraschung, Überraschung, sie nahm damit ab.



Wenn man weniger isst, als der Körper benötigt, um seine Funktionen aufrecht zu erhalten (und das ist nicht wenig, siehe unten), dann fährt der Stoffwechsel runter. Der Körper ist ja nicht blöd. Im Fall einer Hungersnot muss halt alles, was nicht überlebensnotwendig ist, reduziert werden: 
die Fortpflanzungsorgane schalten auf Pause (wer will schon Kinder in die Welt setzen wenn es nichts zu essen gibt?)
Der Körper schichte mehr Fett um die inneren Organe, denn die müssen auf jeden Fall durchhalten! Eiserne Reserve!
Der Stoffwechsel fährt runter, man hat wenig Lust sich zu bewegen (Energie sparen!!)

Auf Dauer führen Kalorienrestriktionen also dazu, dass der Körper immer mehr Fett ansammelt, für die schlechten Zeiten. Natürlich schwinden auch diese Fettpolster bei langfristiger Anorexia, und dann wirds richtig gefährlich, denn wenn kein Fettgewebe mehr Energie geben kann, müssen Muskeln abgebaut werden. Das Herz ist ein einziger großer Muskel und Herzversagen einer der Hauptgründe für Tod durch Magersucht.

Wenn man nun also wieder "normal" isst nach einer Diät, d.h. das Minimum an benötigten Kalorien (s.u.), dann nimmt man in der Regel alles wieder zu und meistens noch ein bißchen  mehr. Viele Langzeit-Diäter erleben auch, dass sie trotz Restriktion nicht mehr weiter abnehmen. Obwohl diese dann ein normales Gewicht haben, sind sie trotzdem essgestört, weil sie zu wenige Kalorien zu sich nehmen (aber nicht abnehmen, da der Stoffwechsel auf Null ist).

Diäten machen dick. Schlanke gesunde Menschen essen meist von allem etwas, essen, wenn sie hungrig sind, hören auf, wenn sie satt sind, und gönnen sich auch mal ne Sünde.
So wie Margaret Cho.

Oder auch hier: The Porcelain Doll Diet

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